Freitag, 17. November 2017

Zeit Sich Zu Versöhnen



Penny hat recht. Wir leben im Streit, und es bringt uns allmählich um. Wir wollen Versöhnung, doch so nah sie auch sein mag, sie scheint uns weit entfernt zu sein. Doch alles endet nicht immer so glücklich wie im Video. Man macht sich doch nicht auf dem Weg, oder die Tür wird einem ins Gesicht geknallt. Wie kann Versöhnung gelingen? Und wieso ist Versöhnung ausgerechnet am Weihnachten so wichtig? 

Die Antwort liegt in Jesus Christus. Ohne Ihn ist Versöhnung zwischen uns Menschen, und noch wichtiger, zwischen uns und Gott schlicht unmöglich. Doch am Weihnachten feiern wir die Geburt von Gottes Sohn, Jesus. Er wurde Mensch, um uns mit Gott und einander zu versöhnen, weil wir es nicht können. Jesus ist den langen Weg gegangen, und hat selbst den Beziehungstod erlitten, den wir verdienen. Er versöhnt uns mit Gott, und mit allen anderen, die an ihn glauben. Christi Gemeinde besteht aus Menschen, die Jesus mit Gott und einander versöhnt hat. Zeit sich zu versöhnen; Zeit für Jesus. Beten wir, dass die Wahrheit in Pennys Video viele Menschen zu dem Versöhner führt. 

"Denn Er [Jesus] ist unser Friede," - Epheser 2: 14. 

Seine Hände und Werkzeuge

"Man sagt, dass die Diener gesandt werden, um die Blinden zu erleuchten, Gefangene zu befreien, Sünden zu vergeben und Herzen zu bekehren. 
Was!? Solche Dinge gehören Gott allein... Denn nichts steht ihm mehr zu, als Sünden zu vergeben; für sich selbst behält Er die Kraft das Herz zu bekehren. Nun, nichtsdestotrotz, ist es der Fall, dass Gott jenen alle diese Qualifikationen schenkt, die Er als Verkündiger seines Wortes beruft. Er sagt denen, dass Er sich von denen nicht trennt, sondern sie als seine Hände und Werkzeuge gebraucht." 
Calvin, Calvin Opera, 26: 66-67

Donnerstag, 16. November 2017

Etwas Für Alle Ewigkeit

Wie viele andere, schulde ich William Still (Pastor in Schottland im 20 Jahrhundert) unberechenbar viel, denn er hat sich in mir investiert, und zwar von unserer ersten Begegnung in meiner Jugendzeit bis hin zu seinem Tod in 1997. Wenn ich an ihn jetzt denke, fallen mir bestimmte Gespräche wieder ein. Ein Gespräch vor allem bleibt mir in Erinnerung; es ging um die Arbeit eines Pastors. William sagte mir ganz leise, 
"Ich predige mittlerweile nicht mehr ohne zu glauben, dass etwas getan wird, das für alle Ewigkeit dauern wird." 
... Diese Worte begleiten mich jetzt vierzig Jahre lang, sie erinnern mich ständig an den Spruch von Robert Murray M'Cheyne, dass es nicht "viele Worte" sind, sondern "im Glauben gesprochene Worte", die Gott segnet. 
Sinclair Ferguson, in William Still, The Work of the Pastor, s. 9.

Dienstag, 14. November 2017

Zum Staunen Hinreißen

"Die Liebe Gottes, dass er seines eigenen Sohnes nicht schonte, um uns durch seinen Tod wieder zum Leben zu bringen, ist nicht nur unermesslich, nein, sie ist eine mehr als wunderbare Güte, die uns zum Staunen und Bewundern hinreißen muss. Christus ist also ein so herrlicher und einzigartiger Beweis der göttlichen Liebe zu uns, dass er uns, so oft wir ihn anschauen, diese Lehre, dass Gott Liebe ist, vollauf bekräftigt.
Dass der Apostel ihn den „eingeborenen“ Sohn nennt, dient zur Verstärkung. Dadurch zeigt Gott noch klarer, wie einzig er uns liebt, dass er seinen einzigen Sohn um unsertwillen dem Tode preisgab. Indessen, der von Natur der einzige Sohn ist, macht viele aus Gnade und durch Annahme an Kindesstatt zu Kindern, nämlich alle, die er durch den Glauben seinem Leibe einfügt."
Calvin, Kommentar über den ersten Johannesbrief, 4: 9.

Freitag, 10. November 2017

Nie Unfruchtbar

"Echte Gnade ist nicht untätig. Es gibt in der Tat nichts im Himmel und auf der Erde, das ein aktiveres Wesen hat, denn sie ist das Leben selbst. Und sie ist die aktivste Form des Lebens, denn sie ist geistliches und göttliches Leben. Sie kann nie unfruchtbar sein, denn ihr Wesen hat eine größere Neigung dazu, Frucht zu bringen, als alles anderes."
Jonathan Edwards, Sind religiöse Gefühle zuverlässige Anzeichen für wahren Glauben?, s. 222. Das ist ein blöder Titel für ein sehr hilfreiches Buch über die Rolle der Gefühle und Emotionen in wahrer Religion. Edwards zitiert als biblischen Befund für seine Behauptung u.a.: Eph 2: 10; Tit 2: 14; 2 Kor 5: 15; Heb 9: 14; Kol 1: 21-22; 1 Pet 1: 18; Luk 1: 74-75; 2 Mose 4: 23; Joh 15: 16; Eph 1: 4.