Freitag, 9. Dezember 2016

Predige Jesu Schönheit!

"Es ist der Blick auf die göttliche Schönheit in Christus, die Willen beugt, und die Herzen der Menschen zieht. Ein Blick auf die Größe Gottes in seinen Eigenschaften mag Menschen überwältigen und mehr sein, als sie ertragen können; doch die Feindseligkeit und der Widerstand des Herzens verlieren nichts von ihrer Stärke. Der Wille bleibt unbeugsam. 
Doch ein Blick auf die moralische und geistliche Herrlichkeit Gottes; die übersteigende Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit Jesu Christi, wenn sie ins Herzen hineinscheint, entwaffnet und entfernt diesen Widerstand. Dieser Blick zieht die Seele mit einer allmächtigen Kraft zu Christus hin."
Jonathan Edwards, Edwards on the Christian Life, s. 28

Montag, 5. Dezember 2016

Das Kreuz Und Beziehungsstress

"Wir sollen Jesus Christus am Kreuz hängend als einen gerechten Vermittler verstehen. Er nimmt das auf sich selbst, was eine Person gegen eine andere getan hat. 
"Hier hänge ich", sagt Christus im Sterben, "Lasst eure Vorwürfe gegeneinander auf mich fallen, eure Stachel in meinem Leib festbeißen. Wenn ich sterbe, sterben alle eure Vorwürfe mit mir zusammen. Denn ich sterbe, um euch beide zu versöhnen. Hat einer von euch irgendetwas gegen jemanden? Lass es und nimm mich als ein blutiges Opfer zwischen euch, nur töte nicht mich und noch jemanden für dasselbe Verbrechen. Denn ihr und eure Feindseligkeit haben mich zum Altar des Kreuzes gebracht, und ich biete mich euch als euren Frieden und Priester an. 
Werdet ihr mich erst töten, und dann auch noch einander?"
Thomas Goodwin in einer Predigt über Epheser 2: 16, "...und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst."Ht: Dane Ortlund

Freitag, 2. Dezember 2016

Den Alten Verdacht Rauswerfen

"Ich glaube wir können den alten, uns verfolgenden Verdacht, der sich bei jeder Versuchung sichtbar macht, rauswerfen. Dieser Verdacht, der besagt, es gebe etwas anderes als Gott: Irgendein anderes Land, das Er uns nicht bereisen lässt, irgendeine Freude, die Er "nicht gutheißt", oder einfach verbietet, die uns aber echt erfreute, wenn wir sie nur in den Griff bekämen. Ein solches Ding gibt es einfach nicht.  
Was auch immer wir begehren, ist entweder das, was Gott uns so schnell wie möglich geben will, oder ein falsches, verzehrtes Bild von dem, was Er uns geben will. Ein falsches Bild, das uns überhaupt nicht anziehen würde, wenn wir das Echte sehen könnten."
--They Stand Together: The Letters of C. S. Lewis to Arthur Greeves (1914-1963), s. 465. Kursiv von Lewis.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Fast Zu Viel Für Mein Herz!

"Nun möchte ich die Geschichte unsrer ersten Kommunion [Abendmahl] erzählen. Es war Sonntag, der 24 Oktober 1869, als wir uns mit denjenigen, welche wir dem Heidentum* entrissen hatten, um den Tisch des Herrn versammelten. ... Drei Jahre hatte ich mich um dieses Ziel bemüht, für dieses hatte ich gebetet, gelehrt. 
In dem Augenblick, da ich Brot und Wein in die Hände der Schwarzen* legte, die einst vom Blut der Kannibalen getrieft hatten und jetzt den Zeichen und dem Siegel der erlösenden Liebe sich entgegenstreckten - da hatte ich eine Ahnung der Freuden der Ewigkeit und des Himmels, die fast zu viel war für mein Herz! Nie werde ich größere Seligkeit empfinden, bis ich einst den Heiland selbst schauen werde."
John G. Paton, Missionar auf den neuen Hebriden, s.268-270.
Eine neue Übersetzung seiner Autobiografie kann man hier kostenlos herunterladen.

(*Meine Ausgabe kommt von 1918, als man etwas anders als heutzutage sprach.)

Mittwoch, 30. November 2016

Tod, Sei Nicht Stolz

"Tod, sei nicht stolz, obwohl manche dich 
 Mächtig und furchtbar genannt haben, denn das bist du nicht;
Denn jene, von denen du glaubst, du habest sie gestürzt, 
Sterben nicht, armer Tod, noch kannst du mich töten. 
Aus Rast und Schlaf, die nichts als Gleichnisse von dir sind,
Entspringt viel Vergnügen - um wie viel mehr muss also von dir kommen, 
Und unsere besten Männer gehen am schnellsten mit dir fort 
Zur Rast ihrer Knochen und Erlösung ihrer Seelen. 
Du bist Sklave des Schicksals, des Zufalls, von Königen und verzweifelten Männern,
Und wohnst bei Gift, Krieg und Krankheit; 
Und Mohn oder Zaubersprüche machen uns ebenso gut
Oder sogar besser schlafen als dein Schlag: Was plusterst du dich also auf?
Ein kurzer Schlaf vorbei, und wir wachen in alle Ewigkeit,
Und Tod wird nicht mehr sein; Tod, du wirst sterben."
John Donne, Sonnet X.
Ht: Die Welt.