Mittwoch, 22. Februar 2017

Gottes Gnädige Rettung Steht Fest

"Gott wirkt seine gnädige Rettung auf seine Art. D.h. Er wirkt mit einem solchen königlichen Ausharren, dass alle seine Geschöpfe ihm keinen seiner Auserwählten rauben könnten. Wenn alle Menschen und Teufel sich dazu verschwören würden, einen auserwählten aber noch nicht wiedergeborenen Menschen von der rettenden Macht Gottes fernzuhalten, wäre alle ihre Bemühungen vergeblich. Wie wir ein Spinnennetz wegfegen, würde Gott über ihre Anstrengungen lachen."
Abraham Kuyper, The Work of the Holy Spirit, s. 307.

Dienstag, 21. Februar 2017

Den Sohn Lieben

"Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin von Gott ausgegangen und komme von ihm; denn ich bin nicht von mir selber gekommen, sondern er hat mich gesandt." (Joh 8: 42).

John Owen hat dazu gesagt: "Nichts macht uns so wie der Vater, wie unsere [vom Geist geschenkte] Liebe zum Sohn." Hier ist der Kern der Heiligkeit, das Ziel unserer Heiligung, unsere stückweite Erfahrung jetzt und unsere herrliche Zukunft dann in der Ewigkeit, wo wir den Sohn mit der unverwässerten Fülle des Heiligen Geistes lieben werden. 

Die Suche Nach Glück

"Die große Suche der Welt zu allen Zeiten ist die nach Glück und Freude. Es war die große Suche unter den Weisen der Welt, herauszufinden, worin das Glück der Menschen besteht. Diese Frage blieb ungelöst, obwohl die Frage nach Glück allen Menschen so sehr am Herzen liegt. Jedoch gibt es kaum etwas in der Welt, worüber die Menschen noch mehr betrogen sind.  
Daher war ein großer Teil der Mission Christi ... Menschen zu lehren, worin ihr wahres Glück besteht."
Jonathan Edwards, Predigt 189 über Lukas 11: 27-28. 

Samstag, 18. Februar 2017

Das Evangelium Und Unsere Arbeit

Tim Keller spricht hier darüber wie das Evangelium unsere Arbeit und unsere Sicht davon verwandeln kann. Hier einige Beispiele: 
1. Der christliche Glaube gibt dir eine neue Identität. Ohne diese neue Identität kann die Arbeit dich begraben.
2. Der christliche Glaube gibt dir ein neues Verständnis der Würde von aller Arbeit. Ohne dieses neues Verständnis kann die Arbeit dich langweilen.
3. Der christliche Glaube gibt dir eine moralische Richtschnur. Ohne diese neue Richtschnur die Arbeit dich verderben kann.
4. Der christliche Glaube gibt dir eine neue Weltanschauung. Ohne diese neue Weltanschauung wird die Arbeit über dich herrschen, statt dir zu dienen. 
In diesem Vortrag geht Keller auf diese Prinzipien und ein weiteres für ein Publikum an Samford University in Amerika. Am Ende gibt's auch eine Frage-Antwortrunde.

Donnerstag, 16. Februar 2017

Herr, Nimm Sie Hin Zu Dir.

Hier spricht Spurgeon über Johannes 17: 24 und wendet es beim Fall des Todes von Christen an, die vieles für Gott unternehmen, aber dann frühzeitig sterben. Spurgeons Auslegung trifft auch beim Tod eines jeden Christen zu, und hilft uns biblischer über den Tod unserer Geschwister im Glauben zu denken.
"„Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die Du mir gegeben hast.“ Joh. 17, 24. 
Tod, warum rührst du den Baum an, unter dessen weitschattenden Zweigen der Müde Ruhe findet? Warum raubst du die Trefflichsten dieser Erde, an welchen wir unsre höchste Wonne haben? Wenn du deine Art gebrauchen willst, so versuche sie an den Bäumen, die keine Frucht geben, so wirst du dir Dank verdienen. Warum aber schlägst du die herrlichen Zedern auf Libanon? Ach, halt‘ inne mit deinen Schlägen und verschone die Gerechten!  
Aber nein, es darf nicht sein; der Tod trifft mit unwiderstehlicher Kraft die holdseligsten unter unsern Freunden; die Großmütigsten, die Gottesfürchtigsten, die Geheiligtsten, die Gesalbtesten müssen sterben. Und warum? Weil der Herr Jesus in seinem hohepriesterlichen Gebet gefleht hat: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die Du mir gegeben hast.“ Das ist es, was sie auf Adlers Flügeln gen Himmel trägt. Immer und immer wieder steigt ein Kind des Glaubens von dieser Erde zum Paradies empor; es ist eine Erhörung des Gebets unsers Heilandes. Ein trefflicher alter Gottesmann sagt: „Manchmal arbeiten Jesus und die Seinen einander im Gebet entgegen. Ihr beugt eure Kniee im Gebet und sprecht: Vater, ich will, dass, wo ich bin, Deine Heiligen bei mir seien; Christus spricht: Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die Du mir gegeben hast.“  
So streitet die Absicht des Jüngers mit derjenigen seines Herrn. Die Seele kann nicht an beiden Orten zugleich sein; der Geliebte kann nicht zugleich bei Christus und auch bei euch sein. Nun, welche von beiden Bitten wird wohl den Sieg davontragen? Wenn du wählen dürftest; wenn der König von seinem Throne herabstiege und sagte: „Hier sind zwei Bittsteller, deren Anliegen einander zuwiderlaufen, welchem soll ich seine Bitte gewähren?“ O, ich bin gewiss, wenn es dich auch einen schweren Kampf kostete, so würdest du doch von deinen Knieen aufstehen und sagen: „Herr Jesu, nicht mein Wille, sondern der Deine geschehe!“ Du würdest deine Bitte um das Leben deines Geliebten dahingeben, wenn du die Gewissheit hättest, dass Christi Gebet es anders will: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die Du mir gegeben hast.“ Herr, so nimm sie hin zu Dir!"
Aus Spurgeon, Tauperlen und Goldstrahlen (Morning and Evening auf Englisch). Eine herrliche Sammlung von täglichen Andachten. Hier online auf Deutsch als PDF.