Montag, 17. Juli 2017

So Verherrlicht Er Gott Nicht

"Der, der sich durch seine äußerliche Taten rechtfertigt, stimmt dem Gesetz Gottes in seinem Herzen nicht zu, er liebt es auch nicht, sondern möchte viel mehr, dass es kein solches Gesetz gäbe.

So verherrlicht er Gott nicht, sondern hasst ihn als einen Tyrann. Er hat keine Liebe für Gottes Verheißungen, sondern will in seiner eigenen Kraft sein eigener Retter sein. Er verherrlicht Gott ganz und gar nicht, auch wenn er scheint, das durch seine äußerliche Werke zu tun."

William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture, s. 9.

Montag, 10. Juli 2017

Durch Gnade

“Durch Gnade, (d.h.: durch Gottes Gunst) werden wir aus Adam heraus gepflückt, der die Quelle von aller Boshaftigkeit ist, und in Christus hineingesetzt, der die Quelle von aller Güte ist. In Christus liebte Gott uns, seine Auserwählten, schon vor Grundlegung der Welt, und bestimmte uns für die Erkenntnis seines Sohnes und seines heiligen Evangeliums. 
Jetzt, wann uns das Evangelium gepredigt wird, öffnet Gott unsere Herzen, und schenkt uns Gnade, damit wir glauben. Er setzt den Geist Christi in uns hinein. Daraus lernen wir Gott als unseren höchstgnädigen Vater kennen, und lernen sein Gesetz innerlich lieben. … [Wir lernen, dass] das Blut Christi Genugtuung für unsere Sünden geleistet hat. Ja, dass das Blut Christi alle Dinge für uns erkauft hat. Christus ist unsere Sühne, Erlöser, und Retter, der uns von allem Gericht und Zorn befreit.” 
William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture, s. 11.

Freitag, 7. Juli 2017

Tausend Ketten

William Tyndale beschreibt unseren Zustand bevor unserer Bekehrung: 
“Der Sündenfall durch Adam hat uns zu Erben des Gerichts und des Zornes Gottes gemacht, Erben des ewigen Verdammnis. Sein Fall hat uns in die Gefangenschaft und Knechtschaft unter dem Teufel gebracht. So ist der Teufel unser Herr und Herrscher, unser Haupt und Fürst, sogar unser Gott. Unser Wille ist fester an dem Willen des Teufels geschlossen und gebunden, als hundert tausend Ketten einen Mann an einem Pfahl binden könnten. 
Dem Teufels Willen stimmen wir mit unserem ganzen Herzen, unserem ganzen Verstand, mit alle unserer Kraft, Stärke und Macht zu. So ist es, dass wir das Gesetz und der Wille des Teufels tief in unserem Herzen und unseren Gliedern geschrieben sind. So laufen wir blindlings nach dem Teufel mit vollem Eifer, mit der vollen Wucht unserer ganzen Kraft. Wir sind wie ein Stein, der hinauf geworfen wird, und aus sich selbst mit der Gewalt seines eigenen Gewichtes wieder runterfällt.”

William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture, s. 13. 

Vgl. Joh 8:32-47; Epheser 2: 1-3. Nehmen wir diese Lehre der Schrift über unsere eigene Sündhaftigkeit zu Herzen, wird die Freude an Christus und seiner Erlösung täglich wachsen.

Dienstag, 4. Juli 2017

Nichts Zu Befürchten

"Die Grundlage des christlichen Glaubens und der christlichen Hoffnung, tatsächlich der Kern der guten Nachricht, ist, dass Jesus starb und stand wieder auf, um uns mit ihm zu vereinigen, sodass bei seiner Wiederkehr Er uns nimmt, um ewig bei ihm zu sein. Unser rückkehrender König ist kein anderer als unser gekreuzigter und auferstandener Retter. Wir haben daher absolut nichts zu befürchten. Ganz im Gegenteil, wir dürfen gewiss sein, dass nichts (weder Tod, noch Trauer, noch Gericht) uns von ihm trennen kann, der starb, um uns zu sich selbst zu bringen. Daher ermutigt, tröstet und erbaut einander mit diesen Worte."
John Stott, Message of Thessalonians, s. 116

Freitag, 23. Juni 2017

Nichts Anderes Als Barmherzigkeit


"Aus seiner Fülle haben wir alle Gnade um Gnade, Gunst um Gunst empfangen. Das heißt, wegen der Liebe und Gunst, die der Vater zu seinem Sohn Christus hat, gibt uns der Vater seine Liebe un Gunst und alle Gaben seiner Gnade, wie ein Vater seine Söhne beschenkt. Wie Paulus es sagt, “Er liebte uns in seinem Geliebten vor der Grundlegung der Welt (Vgl: Eph 1:4-7) … Wer auch immer zu Christus flieht, kann nichts anderes von Gott hören oder empfangen, als Barmherzigkeit."
William Tyndale, A Pathway into the Holy Scripture. S.7.